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Fußerkrankungen

Erkrankungen des Fußes umfassen u.a. den Verschleiß im oberen und unteren Sprunggelenk, Achillessehnenerkrankungen (traumatisch oder chronisch) oder den Fersensporn und die Haglund-Ferse. Ein Schwerpunkt von Fußerkrankungen ist der Großzehenballen (Hallux valgus und Hallux rigidus).

Hallux valgus

Unter einem Hallux valgus versteht man die Abweichung der Großzehe zur Kleinzehenseite. Häufig ist diese Fehlstellung kombiniert mit einem Spreizfuß und Schmerzen unter den Füßen, Begleiterscheinungen des Hallux valgus können mit einer Reihe von konservativen Anwendungen gebessert werden. Einlagen, Ringpolster, Schienen (überwiegend nachts), Kleinzehenrichter, Zurichtungen am Schuh oder antientzündliche Medikamente bei chronischen Entzündungen des Großzehenballens kommen hier zum Einsatz. Allerdings sind konservative Therapien beim Hallux valgus kaum geeignet, die Fehlstellung zu korrigieren. Wichtig ist die gezielte Auswahl eines geeigneten Therapiekonzeptes für den individuellen Patienten. Zur operativen Therapie eines Hallux valgus stehen weichteilige und knöcherne Korrekturmaßnahmen oder meist die Kombination aus beidem zur Verfügung.

In der Literatur sind mehr als 100 Methoden zur operativen Behandlung des Hallux valgus beschrieben. Die Behandlung in unserer Praxis erfolgt nach einem bestimmten Therapieschema. Angestrebt wird hierbei, wann immer möglich, die Erhaltung des Grundgelenkes der Großzehe.

Hallux rigidus

Der Hallux rigidus ist eine Arthrose des Großzehengrundgelenkes. Er führt zur schmerzhaften Bewegungseinschränkung in diesem Gelenk. Charakteristisch ist, dass die Schmerzen auch beim Gehen ohne Schuhe beim Abrollen über die Großzehe auftreten. Häufig ist es nicht mehr möglich, schmerzfrei auf den Zehenspitzen zu stehen. Auch sind Knochenanbauten auf dem 1. Mittelfußknochen zu tasten. Konservative Therapien sind abhängig vom Ausmaß der Arthrose möglich (z.B. Schuhzurichtungen, Einlagen, Medikamente, Bewegungsübungen).

Die operative Behandlung richtet sich ebenso nach dem Grad der Knorpelzerstörung des Großzehengrundgelenkes. Bei fortgeschrittenem Verschleiß kann das Gelenk im Gegensatz zur Hallux-valgus-Operation nicht mehr erhalten werden, sondern muss teilweise entfernt oder versteift werden. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit eines künstlichen Gelenkersatzes.





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